RAUM 1

Rita Romeo Wissenschaftspreisträgerin der Augsbuger Schulen 2015/16
 

Die Kindheit und Jugend von Bert Brecht

Dieser Raum widmet sich Brechts Kindheit und Jugend und seinen literarischen Anfängen.

Taufbesteck

Taufe und Konfirmation

Brecht wurde nicht weit von hier in der Barfüßerkirche getauft und konfirmiert. (Das originale Tauf- und Konfirmationsbesteck können Sie hier in der Vitrine sehen).

Die Ernte

Erste literarische Werke

Brecht wurde 1904 eingeschult und war alles andere als ein Musterschüler. Später dann war er bei seinen Mitschülern als ‚der Literaturfachmann‘ bekannt. Sein erstes literarisches Projekt war die Schülerzeitschrift „Die Ernte“. Brecht war nicht nur der Herausgeber, sondern auch der Autor der meisten Texte. Es gibt insgesamt sechs Ausgaben dieser Schülerzeitschrift, und eine liegt hier in der Vitrine.

Erste Veröffentlichungen

Erste Veröffentlichungen

Brechts erste richtigen Veröffentlichungen waren dann in zwei Augsburger Tageszeitungen, nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Diese Texte wirken auf den ersten Blick sehr nationalistisch, jedoch wird schnell klar, dass Brecht sie nur deshalb so verfasste, weil das die einzige Möglichkeit war, eigene Texte in Zeitungen lesen zu können. Brecht stand dem Krieg dann immer ablehnender gegenüber; das wird vor allem in einem Schüleraufsatz Brechts klar, in dem er über den Horaz-Vers:

„Dulce et decorum est pro patria mori“
„Süß und ehrenvoll ist's, für's Vaterland zu sterben.“

schreibt. Er steht im Aufsatz dem Krieg sehr kritisch gegenüber, weshalb er 1916 fast der Schule verwiesen wurde. Ein Lehrer jedoch (den Sie hier auf dem Foto sehen können) setzte sich für Brecht ein, weshalb es bei einem kleinen Verweis in seinem Zeugnis blieb.

Brechts Jugendliebe

Brechts Jugendliebe

Brecht verliebte sich mehrmals hier in Augsburg. Seine erste große Liebe und auch Mutter seines ersten Sohnes Frank war Paula Banholzer. Zu ihrem 18. Geburtstag schenkte er ihr ein Silberarmband, das ebenfalls hier ausgestellt ist. Hier sehen Sie auch ein Bild von Paula Banholzer und Brecht. Eine weitere große Liebe - ebenfalls in Augsburg - war Rosa Maria Amann. Ihr widmete er das berühmte Gedicht: „Erinnerung an die Marie A.“ (Dieses Gedicht können Sie als Liedform auf dieser Führung ebenfalls hören).

Zimmereinrichtung

Freundeskreis

Um 1916 bildete sich um Brecht der berühmte Augsburger Freundeskreis, eine Clique, in der musiziert und Gedichte geschrieben wurden – oft auch provokante Texte. Brecht zog mit seinen Freunden durch die Augsburger Altstadt, sie gingen in Kneipen und versuchten so viel Aufmerksamkeit wie möglich auf sich zu ziehen.

Brechts Mutter erkrankte leider sehr früh, und deshalb war es notwendig, für sie ein eigenes Zimmer einzurichten. Die komplette originale Möbeleinrichtung können Sie hier in diesem Raum sehen.

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